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Wiener Conservatorium der Musik
Wiener Musiklehranstalt. Am 5.12.1848 genehmigte das k. k. Unterrichtsministerium das Ansuchen von G. Preyer, welches er in seinem und im Namen des Lehrkörpers des mit Ende des Schuljahres 1847/48 geschlossenen Konservatoriums der GdM gestellt hatte, die Lehrtätigkeit als W. C. d. M. weiterzuführen. Die Lehrer erklärten sich bereit, die Schüler des Konservatoriums der GdM unentgeltlich weiterhin zu unterrichten – zumindest im Schuljahr 1849. Der Unterricht begann Anfang Jänner 1849 in den von staatlicher Seite zugewiesenen Lehrräumen (Wien I, Ballplatz 22 [heute Ballhausplatz]). J. B. Streicher, I. Bösendorfer, J. Deutschmann stellten unentgeltlich Instrumente zur Verfügung. Als Direktor fungierte G. Preyer, dem Lehrkörper gehörten an: J. Böhm, Giovanni Basadonna, Johann Maria Battaglia, M. A. Fröhlich, J. Frühwald, J. Fischhof, A. Friedlowsky, G. Hellmesberger d. Ä., Th. Hürth, Al. Khayll, J. Merk, Cölestin Netrefa, A. Petschacher, Anton Roth, A. Slama, L. Weiß. Als Schüler ist Ch. Mösner belegt. Mit Ende des Schuljahrs 1849 wurde der Unterricht eingestellt, da eine Übernahme als staatliche Lehranstalt nicht erreicht werden konnte. In weiterer Folge kam es zur Gründung der Akademie der Tonkunst.
Literatur
B. Hennenberg, Das Konservatorium der GdM 2013, 333–343; Sonntagsbll. 1.10.1848, 727–730; Wr. Ztg. 24.12.1848, 1481, 13.3.1849, Beilage, 3f, 24.3.1849, Beilage, 2f, 19.11.1849, Abend-Beilage, 1f; Die Presse 24.12.1848, 581, 12.7.1849, 3f; Der Österr. Zuschauer 27.12.1848, 1604; Der Humorist 23.2.1849, 188, 1.8.1849, 736, 21.2.1850, Beilage, 1; Ost-Dt.e Post 18.8.1849, 2, 30.8.1849, 2; Fremden-Bl. 19.8.1849, 1.

Autor(en)
Christian Fastl
Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Wiener Conservatorium der Musik‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 22/10/2019]