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Wallnöfer Wallnöfer true (Pseud. Cantor), Adolf
* 1854-04-2626.4.1854 Wien, † 1946-06-099.6.1946 München/D. Sänger (Bariton, Tenor) und Komponist. Sein Vater Franz W. war Juwelier und Konzertsänger. Nach privatem Klavierunterricht studierte W. am Konservatorium der GdMKomposition (bei O. Dessoff und Franz Krenn) und Gesang (bei Viktor Frh. von Rokitansky). Bis 1880 Bassbariton, sammelte erste Erfahrungen als Bühnenassistent in Bayreuth/D unter Rich. Wagner. Als Tenor war er in Olmütz engagiert, unternahm 1881/82 mit Ang. Neumanns wanderndem Wagner-Theater Reisen durch Europa (auch Österreich) und wurde ein bekannter Heldentenor. 1882/83 wirkte er in Bremen/D, 1883–87 in Prag, danach in Stettin (Szczecin/PL, Direktor 1887–95), Breslau (Wrocław/PL), Nürnberg/D und Rostock/D. Nach Gastspielen in Amerika (u. a. an der Metropolitan Opera in New York/USA) und Russland sang er 1906/07 und 1909/10 an der Volksoper Wien, dazwischen in Graz. Er gastierte auch häufig an der Wiener Hofoper. Ab 1908 lebte er in München als Komponist und Pädagoge. Er war mit der Schauspielerin Marie Walter (* ca. 1860) verheiratet.
Ehrungen
Ehrenmitglied des Wiener Akademischen Wagner-Vereins 1880.
Werke
Oper Eddystone 1889; Chorwerke; Lieder, Balladen; Kammermusik, Klavierstücke.
Schriften
Resonanztonlehre 1911; Autobiographie 1924 (unveröffentlichtes Ms.).
Literatur
MGG 14 (1968); K-R 1997; Riemann 1961; Müller-Asow 1929; F-A 1936 u. 2 (1978); Teilnachlass: ÖNB, Musikslg.

Autor(en)
Alexander Rausch
Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch, Art. „Wallnöfer (Pseud. Cantor), Adolf‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]

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