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Kaufmann, Kaufmann, Armin: Familie
Armin: * 1902-10-3030.10. [NGroveD: 2.] 1902 Neu-Itzkany/Bukowina (Iţcani Noi/RO), † 1980-06-3030.6.1980 Wien. Komponist und Geiger. Erster Musikunterricht beim Vater, einem Zollinspektor; nach der Übersiedlung nach Brünn 1918–22 Harmonielehrestudium bei Bruno Weigl; ging nach dem Ersten Weltkrieg nach Wien, wo er 1923–28 Komposition bei J. Marx und Violine bei K. Prill studierte; spielte in verschiedenen Streichquartetten, mit denen er Konzertreisen in Europa und Afrika unternahm; 1928–38 Lehrtätigkeit am Wiener Volkskonservatorium; Mitglied der Wiener Symphoniker. K.s Kompositionen entstanden aus der Praxis und tragen oft musikantische Züge. 1980 wurde eine A.-K-Gesellschaft zur Förderung seines Werks gegründet.
Gedenkstätten
Ehrengrab Wr. Zentralfriedhof.
Ehrungen
Kompositionspreis der Stadt Wien 1941; Prof.-Titel 1951; Förderungspreis der Theodor Körner-Stiftung 1954; Preis der Stadt Wien (Kategorie Musik) 1966.
Werke
Schuloper Der Krach im Ofen; Orchester- und Chorwerke; Lieder; Kammer- und Klaviermusik.
Literatur
Goertz 1979; NGroveD 13 (2001); MGG 7 (1958); Riemann 1959; Institut für Österr. Musikdokumentation (Hg.), Musikalische Dokumentation. In memoriam A. K. 1992 [mit WV]; R. F. Brauner in ÖMZ 6 (1951); ÖMZ 35 (1980), 490 u. 42 (1987), 557; MaÖ 1997; ÖL 1995; Arbeiter-Zeitung 22.3.1951, 5; www.wien.gv.at (10/2012).


Sein Neffe Dieter: * 22.4.1941 Wien. Komponist, Dirigent und Regisseur. Studierte in Wien Germanistik und Kunstgeschichte an der Univ. sowie Musikerziehung (Abschluss 1964), Violoncello (Lehrbefähigung 1965) und Komposition (bei K. Schiske, G. v. Einem) an der MAkad., außerdem 1967–69 am Conservatoire National Supérieur de Musique Paris Komposition (bei Olivier Messiaen und René Leibowitz, Diplom 1969) und bei der Groupe de Recherches Musicales Elektroakustik (bei François Bayle und Pierre Schaeffer). 1963–67 Chorsänger an der Wiener Staatsoper, der Volksoper Wien und am Theater an der Wien; ab 1966 freier Mitarbeiter beim ORF; 1969 Gründungsmitglied der Groupe International de Musique Electroacoustique de Paris (GIMEP); leitete ab 1970 den Lehrgang (später das Institut) für Elektroakustische Musik an der Wiener MHsch.; 1975 Gründung des Musiktheater-Ensembles K & K Experimentalstudio mit seiner Frau G. König und dem Tontechniker Walter Stangl; 1982–87 Rundfunksendereihe Was soll der Klang in meiner Hand beim ORF; 1976–80 Vizepräsident, 1983–88 Präsident der Österreichischen Sektion der Internationalen Gesellschaft für Neue Musik (IGNM); 1984 Gründungsmitglied und 1988–91 Präsident der Gesellschaft für Elektroakustische Musik; 1983–90 Leiter einer Kompositionsklasse am Kärntner Landeskonservatorium; seit 1990 Prof. für Komposition und Elektroakustik an der Hochschule bzw. Univ. für Musik und darstellende Kunst Wien; seit 1992 Vorstandsmitglied der Austro Mechana. Sein Werk zeigt ein besonderes Interesse für gesellschaftliche Probleme (Studentenrevolution, Frauenbild, Verhältnis des Einzelnen zur Gesellschaft).


Ehrungen
Förderungspreis der Stadt Wien 1968; Förderungspreis des Landes Kärnten 1972; Kompositionspreis des Musikprotokolls beim steirischen herbst 1975; Ernst-Krenek-Preis der Stadt Wien 1990; Preis der Stadt Wien (Kategorie Musik) 1991; Würdigungspreis des Landes Kärnten 1992; Würdigungspreis für Musik des Bundesministeriums für Unterricht und kulturelle Angelegenheiten 1996.
Schriften
Komponieren für die Jugend? in ÖMZ 30/1/2 (1975); Die Präsenz futuristischer Ideen in der elektroakustischen Musik, in O. Kolleritsch (Hg.), Der musikalische Futurismus. Ästhetisches Konzept und Auswirkungen auf die Moderne 1976; Was ist Computermusik? in H. Leopoldseder (Hg.), Meisterwerke der Computerkunst 1988; 10 Jahre musikalische Avantgarde im Spiegel der Ars Electronica. Oder: „Einstein spielt Geige“, in K. Gerbel/H. Leopoldseder (Hg.), Die Ars Electronica. Kunst im Zeitsprung 1989.
Werke
W (WV s. MaÖ): dramatische Werke, elektroakustische Musik, Lieder, Chöre, Ballette, Bühnen-, Hörspiel- und Filmmusiken.
Literatur
MaÖ 1997; NGroveD 13 (2001); Goertz 1979 u. 1994; MGÖ 2 (1979) u. 3 (1995); KdG 1992; Who is who in Öst. 1997; S. Wiesmann in ÖMZ 35 (1980); C. Dahlhaus in ÖMZ 39/5 (1984); N. Tschulik, Musiktheater in Österreich 1984; Institut für Österr. Musikdokumentation/K & K Experimentalstudio (Hg.), Musikalische Dokumentation D. K. 1996 [CD-Booklet]; I. Suchy in ÖMZ 51/2 (1996); M. Diederichs-Lafite in ÖMZ 49/6 (1994); G. Trimmel/A. Schiffer-Ekhart, Das K & K Experimentalstudio 1996.

Autor(en)
Barbara Boisits
Empfohlene Zitierweise
Barbara Boisits, Art. „Kaufmann, Familie‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 11/12/2002]