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Lilienau, Lilienau, true Max (eig. Limbeck Freiherr von Lilienau, Maximilian Michael Rudolf)
* 1865-04-2323.4.1865 Wien, † 1941-06-022.6.1941 Wien. Ingenieur und Musiker. Sohn des Eisenbahnfachmanns Rudolf Frh. L. v. L., wurde ab 1875 musikalisch ausgebildet, ab 1881 an der Horak-MSch. (u. a. bei R. Robert und W. Thern). Nach dem Besuch des Schottengymnasiums (Wien I) und des Polytechnikums hauptberuflich als Ingenieur tätig (1888–95 bei der Nordwestbahn, 1895–1921 bei der Brauerei Zipf/OÖ, seit 1899 Direktor). Seine erste Komposition entstand 1877, ab 1884 trat er zunächst v. a. mit Ballkompositionen und Liedern an die Öffentlichkeit. Ab 1925 war er vermehrt auch als Pianist und Klavierbegleiter tätig und veranstaltete regelmäßig Abende zur Wiener Musik in und außerhalb Wiens (u. a. in der Wiener Urania, in Salzburg, Wels, Graz, Tulln/NÖ). Darin präsentierte er neben eigenen Werken u. a. jene von Joh. und Jos. Strauß und C. M. Ziehrer, die er zum Teil noch persönlich gekannt hatte. Seine eigenen volkstümlichen Werke mit Wiener Lokalkolorit („Hüter der Alt-Wiener Musik“, [Linzer] Tages-Post 12.2.1931) erklangen regelmäßig auch auf Radio Wien. L.s Alt-Wiener Singspiel Netterl (komponiert im Juni 1933) wurde für den Sender konzipiert und am 8.3.1934 uraufgeführt. Seit 23.10.1902 mit Sophie, geb. Schaup (* 11.4.1879 Wien, † 27.10.1941 Wien), einer Tochter des Inhabers der Brauerei Zipf, verheiratet.
Ehrungen
Prof.-Titel 1936.
Werke
rund 300 Werke: Singspiel Netterl (T: Alfred Wurmb u. Fanny Wengraf) 1933; Suiten (Alt-Wien); Tänze (Gavotte Im Schönbrunnerpark, Polka Stadtparkfreuden); Märsche (Auf nach Grinzing, Auf nach Sievering); Klavierstücke; Lieder; Wienerlieder (Da lacht unser Steffel op. 218 [T: F. P. Fiebrich]).
Literatur
ÖBL 5 (1972); Müller-Asow 1929; Linzer Volksbl. (Abendbl.) 30.4.1935, 3f; Salzburger Chronik 30.12.1936, 6; Kleine Volks-Ztg. 8.3.1934, 13; Neuigkeits Welt-Bl. 2.3.1926, 7; NFP4.2.1926, 2; Tiroler Anzeiger 19.10.1933, 9; [Linzer] Tagespost 12.2.1931, 14, 23.11.1932, 3; Neue Klosterneuburger Ztg. 26.3.1932, 2; Wr. Allg. Ztg. 22.1.1886, 5; Geburtsbuch der Pfarre St. Stephan (Wien I) 1860–65, fol. 414; Trauungsbuch der Pfarre St. Karl Borromäus (Wien IV) 1902–04, fol. 37; Verzeichnis der musikalischen Werke Max Lilienau’s [op. 1–301], Ms., Musikslg. der ÖNB; eigene Recherchen (www.anno.onb.ac.at).

Autor(en)
Monika Kornberger
Uwe Harten
Empfohlene Zitierweise
Monika Kornberger/Uwe Harten, Art. „Lilienau, Max (eig. Limbeck Freiherr von Lilienau, Maximilian Michael Rudolf)‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 20/11/2018]