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Steiermark
Bundesland im Südosten von Österreich, zurückgehend auf die im 10. Jh. gebildete, seit dem 11. Jh. nach den Grafen von Stey(e)r (deren Stammgebiet Traungau seit 1254 bei Oberösterreich) benannte Markgrafschaft, die 1180 von Bayern abgetrennt und selbständiges Herzogtum wurde (Residenz Graz), aber schon 1192 an die Babenberger fiel, als Kernland der „inner-österreichischen“ Länder zweimal (1379, 1564) von habsburgischen Erbteilungen profitierte, nach dem Ersten Weltkrieg (1918) aber die sog. Unter-St. (um Marburg an der Drau) an Jugoslawien (heute Slowenien) abgeben musste.

(I) Von früher Besiedlung künden Spuren von Geräten, die auch eine Tonerzeugung ermöglichten, z. B. eine Rentierphalange des Jungpaläolithikums aus der Steinbockhöhle bei Peggau (archäologische Funde), und Funde aus römischer Zeit in Flavia Solva, z. B. eine noch spielbare Knochenflöte mit drei Grifflöchern sowie Steindenkmäler mit musikalischen Darstellungen, u. a. ein Hercules musarum mit 5-saitiger Lyra (Austria Romana). Die schriftliche Überlieferung setzt erst im Mittelalter mit zunächst neumierten  Choraldenkmälern und Musiktraktaten aus den noch bzw. wieder bestehenden Klöstern Admont (1074), St. Lambrecht (1096/1103), Rein (1129/30), Seckau (1140), Vorau (1163) ein. Als ältestem Monument für den sog. germanischen Choraldialekt kommt dem wohl erst im 17. Jh. nach Seckau gelangten Graduale UB Graz 807 (um 1160) mit auf 4 Linien gesetzten, mit Schlüsselbuchstaben versehenen Metzer Neumen überregionale Bedeutung zu. Dasselbe trifft auch auf Engelbert v. Admont zu, den einzigen namhaften Vertreter der mittelalterlichen Musiktheorie in Österreich. Seit dem 12. Jh. lassen sich deutsche geistliche Lieder zunächst im Rahmen von Osterfeiern (geistliches Drama) nachweisen. Dem kirchlichen Bereich entstammen auch die ältesten Dokumente organaler Mehrstimmigkeit, z. B. 2-stimmige Benedicamus-Tropen in einem 1345 fertig gestellten Seckauer Cantionale (UB Graz 756). Es enthält auch den Tropus De Stephani roseo sanguine, dessen Melodie ursprünglich das Duplum des Abschnitts Sederunt principes in Perotins 4-stimmigem Organum bildete. Als früheste Beispiele mensuraler Mehrstimmigkeit gelten Fragmente von 3-stimmigen Motetten aus dem 13. Jh. in Vorau und im weltlichen Bereich drei französische Chansons aus dem Ende des folgenden Jh.s. (Vorau 380). Der steirische Minnesang knüpfte an Walther v. der Vogelweide und Neidhart an, die beide nach eigenen Angaben im Lande weilten. Hervorzuheben ist Ulrich v. Liechtenstein, der auch Melodien zu seinen Liedern erfand, während jene seines Nachfahren Hugo v. Montfort, der zuletzt auf Burg Pfannberg bei Frohnleiten residierte, von B. Mangolt stammen. Die beiden Lieder Ich trag ein hercz und Das wetter will vercheren sich in andeutender Mensur in der Hs. UB Graz 1405 (15. Jh.) gelten als Vertreter bürgerlicher Kunstpoesie, die sich aus dem Minnesang ableitet. Der Meistersang selbst lässt sich in der St. nicht nachweisen.

Unter dem in Graz residierenden K. Friedrich III. hielten Humanismus und Renaissance ihren Einzug, ein Umstand, der sowohl Pflege als auch Verbreitung der Mehrstimmigkeit begünstigte. Bereits vor der Reformation waren, neben Stadtthurnern und -musikanten (Thurner), deutsche Schulmeister und Kantoren Repräsentanten der geistlichen und bürgerlich-weltlichen Musikkultur. 1519 unterrichtete Sebald Heyden (1499–1561) als Kantor in Leoben, nachdem er sich vorher als Schulmeister in Knittelfeld und Bruck an der Mur aufgehalten hatte. Im 16. Jh. führte die neue Lehre zur Errichtung einer evangelischen Stiftskirche in Graz, deren Figuralchor an das gängige musikalische Repertoire anknüpfte. Unter den protestantischen Musikern nehmen J. F. Fritzius und E. Widmann als Komponisten einen besonderen Platz ein. Das weitverbreitete Trutzlied Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort wurde 1598 von der Regierung verboten. Während die Gegenreformation ein Erliegen der protestantischen Musikpflege zur Folge hatte, gewann die Hofkapelle des katholisch verbliebenen Landesfürsten Karl II. (1564–90) und jene seines Sohnes und Nachfolgers Ferdinand (1596–1619; Ferdinand II.) an Bedeutung für das gesamte Land, wie die aus klösterlichem Besitz überlieferten Chorbücher dokumentieren. Diese enthalten zahlreiche Werke von Grazer Hofkapellisten, u. a. J. de Cleve, L. de Sayve, A. Padovano, S. Gatto, F. Rovigo. Nach der Wahl Ferdinands zum römisch-deutschen Kaiser, der seinen Hofstaat samt der bereits völlig italianisierten Hofkapelle nach Wien mitnahm, verblieb die Musikpflege in den Händen des Adels, der Klöster, insbesondere der Jesuiten, und des Bürgertums. Neben ihren von 1527 bis 1861 nachweisbaren Heertrompetern und -paukern unterhielt die steirische Landschaft – zwecks Unterweisung der Jugend im höfischen Tanz – nur gelegentlich ihre eigenen Musiker, jedoch scharten aristokratische Familien bedeutende Musiker um sich, z. B. die Fürsten von Eggenberg  H. I. F. Biber, J. J. Prinner und G. Motz, ferner das freiherrliche Geschlecht Kiesel zu Kaltenbrunn und Gonobitz, von denen J. J. Khisl selbst als Komponist hervortrat, ebenso wie J. J. Stupan v. Ehrenstein, der sich in seiner 1702 und 1703 gedruckten Kammermusik als „Gentiluomo a Graz“ bezeichnete. In diesen Umkreis gehören auch die in Pettau (Ptuj/SLO) entdeckten Cembalowerke der in Grazer kirchlichen bzw. städtischen Diensten stehenden J. M. Steinbacher und J. A. Sgatberoni aus der Zeit vor und nach 1730. Auf Breitenwirkung zielte hingegen die jesuitische Musikpflege, v. a. mittels der mit Musik verbundenen Schuldramen (s. auch Jesuitendrama). In jesuitischem Geist erzogen, erwuchs in J. J. Fux der bedeutendste österreichische Komponist der Barockzeit, dessen Wirksamkeit sich allerdings außerhalb seiner Heimat entfaltete. Derselbe Umstand trifft auch auf die in der Folgezeit wirkenden namhaften steirischen Komponisten M. S. Biechteler v. Greiffenthal und J. G. Zechner zu, in dessen Schaffen sich im Verlauf der Übergang vom Barock zur Klassik vollzog. Bereits vor und neben ihnen betätigten sich auch Stiftsgeistliche als oft weit über die Landesgrenze hinaus bekannte Komponisten, z. B. die beiden ebenfalls aus der St. gebürtigen S. Ertel und Ä. Schenk im Grazer Minoritenkonvent. Erwähnenswert sind ferner der spätere Salzburger Domkapellmeister A. Hofer in St. Lambrecht und F. Wrastil in Mariazell. Figuralmusik war auch in allen Stadtpfarrkirchen heimisch. Stiftungen wohlhabender Bürger, z. B. in Leoben, ermöglichten – neben Cantor, Succentor, Organist, Sängerknaben, Stadtgeigern und -thurnern – auch den Einsatz zusätzlicher Musiker.

Insbesondere der steigende Bedarf an instrumentalbegleiteter Kirchenmusik wirkte sich günstig auf die Herstellung von Instrumenten aus (Instrumentenbau). Die Blütezeit des steirischen Orgelbaus setzte im 17. Jh. ein. Mehrere Orgelbauerfamilien lassen sich nachweisen, wie jene der Kheverspichler, Lilling, die im 18. Jh. durch die Familien Schwarz, Mitterreiter und Römer abgelöst wurden. Noch erhaltene Orgelwerke dieser Zeit stehen (2005) in St. Veit am Vogau (um 1600), Birkfeld, der Wallfahrtskirche am Pöllauberg, der ehemaligen Stiftskirche zu Göß, der Minoritenkirche zu Bruck a. d. Mur und Ehrenhausen. Der heimische Streich- und Zupfinstrumentenbau (Geigen- und Lautenbau) blühte ebenfalls auf. Bereits im 17. Jh. lassen sich etliche Geigen- und Lautenmacher nachweisen, u. a. W. Sagmayr, von dem am Musikchor der Pfarrkirche Pöllau eine Viola erhalten ist, und J. M. Alban, außerdem noch „Frötter“, Hersteller von Bauerngeigen, Hackbrettern, u. a. der „Hackbrötlmacher“ Martin Raisser (1. Hälfte des 18. Jh.s).

Seit Beginn des 17. Jh.s gewann neben den bis in das Mittelalter zurückreichenden Osterspielen und geistlichen Schuldramen das von englischen, deutschen und italienischen Komödianten verbreitete weltliche Theater rasch an Bedeutung. Beispielsweise erlebte die Grazer Oper unter den Gebrüdern Mingotti ihre erste Glanzzeit. Die Reformen von Joseph II. ließen die Bedeutung der Kirchenmusik, die im 19. Jh. namentlich durch L. C. Seydler, den Schöpfer der steirischen Landeshymne (s. Nb.), und den Mariazeller J. Widerhofer jun. repräsentiert wird, in den Hintergrund treten. Hingegen führte der Aufschwung des Konzertwesens 1815 zur Gründung des Musikvereins für Steiermark , zeitweilig geleitet durch A. Hüttenbrenner, namhaftester steirischer Komponist zwischen J. J. Fux und H. Wolf. Dem Grazer Beispiel folgend, entstanden ähnliche Vereine, u. a. in Radkersburg (1820), Fürstenfeld (1832), Leoben (1884), während sich J. E. Schmölzer als Wegbereiter des Sängervereinswesens (Männergesang) verdient machte.

Im 19. und 20. Jh. sind von den zahlreichen Komponisten steirischer Provenienz namentlich R. Fuchs als Serenadenkomponist, J. Marx durch seine spätromantischen Lieder sowie R. Stolz als Meister der leichten Muse, am bekanntesten geworden. Der musikalischen Erziehung dienen – neben der kürzlich in eine Universität umgewandelten Hochschule für Musik und darstellende Kunst und dem aus der Schule des steiermärkischen Musikvereins hervorgegangenen J.-J. Fux-Landeskonservatorium – die unter Leitung eines Landesmusikdirektors stehenden rund 40 Volks-Musikschulen samt ihren im ganzen Land verbreiteten Außenstellen (Musikschulwesen). Wie überall hat sich – wenn auch ohne verbindlichen Wertmaßstab – auch in der St. eine vielschichtige Musikpflege und -ausführung entwickelt. Beispielsweise waren 1975 allein 370 Blasorchester mit rund 11.500 Aktiven im 1950 gegründeten Bund der Blasmusikkapellen Steiermarks vereint. Die steirischen Komponisten sind im 1928 (und 1957 wieder) gegründeten Steirischen Tonkünstlerbund zusammengeschlossen (dieser gab bis 1969 5 Bde. Beiträge zur steirischen Musikforschung und gibt [2005] laufend Mitteilungen heraus). Seit 1940 ist das Fach Musikwissenschaft an der Karl Franzens-Univ. Graz vertreten. Das von W. Suppan unter Benützung von Vorarbeiten H. Wamleks herausgegebene Steirische Musiklexikon war das erste seiner Art in Österreich. 1980 war die steiermärkische Landesausstellung der Musik in der St. gewidmet (s. Abb.).

(II) Volkslied, instrumentale Volksmusik, Volksmusikinstrumente und Volkstanz in der St. gehören der musikalischen Volksüberlieferung des Ostalpenraumes zu und bilden im südlichen Teil des Landes sowie v. a. im Gebiet der historischen Untersteiermark eine Brücke zwischen deutschsprachigem und südslawischem Überlieferungsbereich (Slowenien, Jugoslawien, Kärntner Slowenen). Entsprechend dem Stand der musikethnologischen Forschung (Ethnomusikologie) kann es hier nicht darum gehen, „steirische“ Volkslieder, Volksmusikstücke und Volkstänze festzustellen – das sog. „Steirerlied“ etwa ist eine Erscheinung der 2. Hälfte des 19. Jh.s und in seiner „literarischen Existenzform“ nicht als Volkslied zu bezeichnen –, sondern ist die in mündlicher Überlieferung innerhalb der jeweiligen steirischen Landesgrenzen lebendige Volkspoesie zu berücksichtigen; die so gewonnenen „steirischen Varianten“ der in der Regel über den ganzen deutschen Sprachraum und darüber hinaus verbreiteten Text- und Melodietypen sind in ihrem Verhältnis zur Gesamtüberlieferung beachtenswert. Die Eigenart eines Volkes oder Stammes, in diesem Fall der Steiermärker, charakterisiert weniger, „was“ er singt, als „wie“ er es singt.

Die frühesten Zeugnisse der Volkspoesie in der St. finden sich in liturgischen Handschriften der Klöster St. Lambrecht, Seckau, Admont und Vorau. Unter den Findlingen deutscher Lieder des späten Mittelalters ragt das Memento mori aus einem Sammelband des Karthäuserklosters Seiz (UB Graz Cod. 1588) hervor. Neue Perspektiven eröffnen sich mit der Erfindung des Buchdrucks. Das geistliche Volkslied ist mit Hilfe der in großer Auflage verbreiteten Fliegenden Blätter (Flugblatt) erstmals fassbar. Aus Ton-Angaben können wir auf weltliche Lieder schließen. Im Zuge der Gegenreformation erschienen in der Folgezeit katholische Gesangbücher (Kirchengesangbuch), wovon das von N. Beuttner (1602) für die Erforschung des geistlichen Volkslieds besondere Bedeutung besitzt; beruft sich doch Beuttner ausdrücklich auf die seit Generationen bekannten, in schriftloser Überlieferung weitergegebenen Lieder. Im Barock, mit dem Wallfahrts- und Bruderschaftswesen sind neue Ansätze zur Schaffung und Verbreitung geistlicher Lieder gegeben. Singbegabte und am Lied interessierte Leute aus allen Schichten der Bevölkerung legten sich handschriftliche Liederbücher an, von denen jedoch nur einzelne in Archiven und Privatsammlungen bewahrt wurden.

Um die Wende vom 18. zum 19. Jh. fanden Johann Gottfried Herders Ideen auch in der St. Anhänger und beeinflussten hier die zunächst nach französischem Vorbild von Erzhzg. Johann für statistische und militärische Zwecke geplanten „Statistischen Erhebungen“. 1811, nachdem der Erzhzg. den Grund zum Joanneum gelegt hatte, kam es zur Versendung von „Fragentwürfen an sämtliche steiermärkische Werbbezirke zum Behufe einer physikalischen Statistik dieses Landes“. U. a. wird darin angefordert: „Beschreibung vorzüglicher Lieblingsunterhaltungen und Vergnügungen, ländlicher Spiele und dergleichen des Volkes, mit Mitteilung der gewöhnlichsten oder jedem Orte eigenen Volksgesänge, Nationalmelodien, womöglich mit beigefügter Musik, der Tänze u. a. m. Angabe der üblichsten musikalischen Instrumente“. Ein Jahr später ließ der Erzhzg. neuerlich Preisfragen zur Bearbeitung einer pragmatischen Geschichte Innerösterreichs ausgeben und wies darin auf die Sammlung von Volksdichtungen, v. a. historischer Tendenz, hin. Den Jahresberichten des Joanneums zufolge sind 1812–16 zumeist von Beamten und Geistlichen siebzig EIaborate eingesendet worden, darunter die wertvolle f-Handschrift (= Hs. von Geramb). Der zweite Anstoß zur Sammlung von Volksmusik ging 1819/20 von der Gesellschaft der Musikfreunde des österreichischen Kaiserstaates in Wien aus (Volksliedsammlung). Als 1840 der k. k. Landwirtschaftsverein sein zwanzigjähriges Bestandsjubiläum festlich beging, lud Erzhzg. Johann Sänger und Spielleute, Jodler und Tänzer nach Graz ein; damit trat neben das sammlerische das „pflegerische“ Moment. Die Sammlung von Volksliedern in der St. erhielt neue Akzente, als 1850–61 K. Weinhold als Professor der Germanistik in Graz wirkte. Mit J. E. Schmölzer, der zu den eifrigsten Mitarbeitern Weinholds zählte, beginnt die Reihe der steirischen Volksliedausgaben. Zwar finden sich einzelne steirische Aufzeichnungen schon in früheren Sammlungen, u. a. bei F. Ziska und J. M. Schottky (Österreichische Volkslieder, 1819), bei J. G. Seidl (Almer. Innerösterreichische Volksweisen, Wien 1850); „Steyrische Alpengesänge“ erschienen in den 1820/30er Jahren in vielen deutschen Städten. E. v. Lannoy (Nationale Sang- und Tanzweisen des Österreichischen Kaiserstaates 2: Steyermark, Wien um 1835), J. Gungl (Alpen-Klänge. Steirische National-Taenze, Berlin um 1841/42) u. a. veröffentlichten Bearbeitungen steirischer Volksmelodien, doch ist der Ansatz von Schmölzer richtungweisend. Die chronologische Aufzählung der steirischen Volksliedausgaben könnte die Geschichte der Volksliedsammlung im Lande widerspiegeln. Die Geschichte der Volksliedsammlung in der St. nach Erzhzg. Johann beginnt mit Schmölzer und führt über Peter Rosegger, R. Heuberger, A. Schlossar, Franz Stöckl, A. Werle, V. Zack, Viktor Jabornik, J. N. Fuchs, J. Pommer, Karl Reiterer, K. Mautner, Viktor v. Geramb, H. Gielge, M. Haager, K. M. Klier, Leopold Kretzenbacher und E. L. Uray zu Karl Haiding. Obgleich das Steirische Volksliedarchiv (Volksliedwerk) in Graz zu den reichsten landschaftlichen Archiven des deutschen Sprachraumes zu zählen ist, überdies viele schriftliche und mündliche Quellen noch aufzuschließen wären, kam es bisher zu keinen Vorarbeiten und konkreten Plänen für eine wissenschaftlich-kritische Gesamtausgabe des steirischen Volksliedbestandes. Immerhin ist die St. im Corpus Musicae Popularis Austriacae (W. Deutsch) vertreten. Am Institut für Musikethnologie der MHsch./MUniv. Graz entstanden 1974–01 zahlreiche Diplomarbeiten zum Thema.


Schriften
NA: J. E. Schmölzer, Volkslieder aus Steyermark 1862; P. K. Rosegger/R. Neuberger, Volkslieder aus Steiermark mit Melodien 1872, 1943; A. Schlossar, Die dt. Volkslieder der Steiermark in Ders., Österr. Cultur- u. Literaturbilder mit besonderer Berücksichtigung der Steiermark Österr. Cultur- u. Literaturbilder mit besonderer Berücksichtigung der Steiermark 1879; A. Schlossar, Dt. Volkslieder aus Steiermark 1881; F. Stöckl, Steirerlieder 1884; A. Werle (Hg.), Almrausch. Almliada aus Steiermark 1884; V. Zack, Heiderich und Peterstamm, 4 H.e 1885–1925; F. Blümel, Steirerlieder 1889, 71942; 81945/46; V. Jabornik, Edelrauten, 25 Lieder aus der grünen Steiermark 1894/95; J. N. Fuchs/F. Kieslinger, Volkslieder aus Steiermark 1895 [ohne Melodien]; J. Pommer, 444 Jodler u. Juchezer aus Steiermark 1902; K. Reiterer, Lustige, altsteirische G’sangeln, Vierzeiler u. Lieder aus dem Ennstal u. dem Ausseer Landl 1906 [ohne Melodien]; E. K. Blümml/F. Krauss, Ausseer u. Ischler Schnaderhüpfel 1906; K. Mautner, Steyerisches Rasplwerk 1910, 21977; V. Zack, Steirische Soldaten-Lieder 1915; V. v. Geramb/V. Zack, Textbüchlein für die Aufführungen alter Krippen- u. Hirtenlieder 1916; B. P. Paumgartner, Lieder aus der Steyermark 1917; V. v. Geramb/V. Zack, Alte Hirten- u. Krippenlieder 1918/19; K. Mautner, Alte Lieder u. Weisen aus dem Steyermärkischen Salzkammergute 1918/19, 21931; V. Zack, Alte liebe Lieder 1924, 41943, 51946; V. Zack, Volkslieder u. Jodler aus dem obersteirischen Murgebiet 1927; H. Gielge, Rund um Aussee, Volkslieder, Jodler u. Rufe aus dem steiermärkischen Salzkammergut 1935; F. Kelbetz/O. Lawatsch, Steirerlieder, 42 echte Volkslieder u. Jodler aus der grünen Mark 1935; H. Gielge, Klingende Berge. Juchzer, Rufe u. Jodler 1937 (Facs. 1992); K. M. Klier, Weihnachtslieder u. Hirtenspiele aus Steiermark 1937; H. Gielge, Singendes Ausseerland, Volkslieder u. Jodler 1944.
Literatur
(I) H. Federhofer/R. Flotzinger in [Kat.] Musik i. d. St. 1980; StMl 1962–66; Federhofer 1967; H. Federhofer, Musik u. Geschichte 1996; R. Flotzinger in Hist. Jb. d. Stadt Graz 15 (1984); R. Flotzinger in Stud. mus. 31 (1989); R. Flotzinger in G. Fornari (Hg.), [Fs.] A. Dunning 2002; F. K. Praßl in MusAu 14/15 (1996); W. Lipphardt, Die hymnologischen Quellen der St. u. ihre Erforschung 1974; F. K. Praßl, Psallat ecclesia mater, Diss. Graz 1987.
Literatur
(II) StMl 1962–66 [Volksmusik]; V. v. Geramb, Die Knaffl-Hs. 1928; M. Haager, Die instrumentale Volksmusik im Salzkammergut 1979; L. Kretzenbacher, Lebendiges Volksschauspiel in Steiermark 1951; L. Kretzenbacher, Heimat im Volksbarock 1961; L. Kretzenbacher in Neue Chronik 75 (1962/2); O. Krischke in Das Joanneum 7 (1944); K. Lorber, Flugblattlieder aus öffentlichen Slgn. in Graz, Diss. Graz 1950; K. Rappold, Die Entwicklung des Männerchorwesens in der Steiermark 1962; W. Suppan in Handel, Wandel, Lied u. Wort, 1967; W. Suppan in JbÖVw 19 (1970); W. Suppan, Lieder einer steirischen Gewerkensgattin aus dem 18. Jh. 1970; W. Suppan in ZHVSt 64 (1973); W. Suppan, Volksmusik im Bezirk Liezen 1984; W. Suppan, Werk u. Wirkung 2000; W. Wünsch (Hg.), Volksmusik aus Steiermark 1951; W. Wünsch, Die Streich 1959.

Autor(en)
Hellmut Federhofer †
Wolfgang Suppan †
Empfohlene Zitierweise
Hellmut Federhofer †/Wolfgang Suppan †, Art. „Steiermark‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]

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